09.08.2019
Gersthofens Klimapartnerschaft stößt auf landespolitisches Interesse

Dr. Mehring hat kenianische Delegation im Landtag empfangen 

Delegationen im Bayerischen Landtag zu empfangen ist für den Heimatabgeordneten Dr. Fabian Mehring aufgrund seiner Rolle als Geschäftsführer einer Regierungsfraktion zwischenzeitlich zur Routine geworden. So weit gereist wie seine letzten Gäste war aber noch keine Gruppe, die der Landespolitiker in München willkommen heißen durfte. So freute sich Dr. Mehring über hochkarätigen Besuch aus Baringo County in Kenia, der Partnerregion der Stadt Gersthofen. Darunter mehrere Spitzenfunktionäre der kenianischen Handelskammer, der Vizegouvernor der Provinz und diverse Mandatsträger.

Zustande gekommen war der Kontakt über Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle, der als einzige bayerische Kommune eine Klimapartnerschaft auf dem afrikanischen Kontinent pflegt und Mehring vor Monaten mit dem Nairobischen Parlamentarier Hon Joshua Kandie bekanntmachte, woraus eine freundschaftliche Verbindung zwischen den beiden Politikern entstand. Begleitet wurde die Delegation von Pro Kapsogo-Gründer Klaus Schwenk und Stanislaus Kaminski, dem Geschäftsführer des Bildungszentrums der Handwerksinnung, die sich beide seit Jahren in der Entwicklungshilfe engagieren.

Beim gemeinsamen Frühstück im Maximilianeum sondierten Mehring und seine Gäste zahlreiche Optionen einer Entwicklungspartnerschaft auf Landesebene unter der Maßgabe der Afrika-Strategie von Bayerns Staatsregierung. „Ich bin fest davon überzeugt, dass der Schlüssel zur Bewältigung unserer Herausforderungen im Bereich von Flucht und Migration in den Herkunftsländern liegt. Wir müssen uns auf Augenhöhe begegnen und Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Fortschritte vor Ort zu befördern ist tausendmal hilfreicher als zu warten, bis perspektivlose Menschen sich in Gummiboote setzen um nach Deutschland zu kommen“, findet Dr. Mehring, entwicklungspolitischer Sprecher der FW-Regierungsfraktion.

Vor diesem Hintergrund wurden bereits konkrete Projekte identifiziert, bei denen der Freistaat einen Beitrag leisten kann. So hat Dr. Mehring im Anschluss an das Zusammentreffen in München sich bereits gemeinsam mit Bürgermeister Wörle an Staatskanzleichef Herrmann gewandt. Dabei warben beide Politiker um finanzielle Unterstützung für ein Programm, mit dem deutsche Ingenieure die Wasserversorgung in Kenia auf Vordermann bringen und vor Ort Handwerker ausbilden sollen.

Jenseits konkreter Projekte zeigten sich beide Seiten begeistert von den bisherigen Erfolgen der Kooperation zwischen Baringo County und Gersthofen, die zuletzt beispielsweise 50 Jugendliche des Gersthofener Blasorchesters zu einer Konzertreise nach Kenia führte: „Auch solche Eindrücke gehören zu einer echten Partnerschaft und ihre Wirkung auf junge Menschen und deren Blick auf die Welt ist gewaltig“, lobte Mehring. Nach dem inhaltlichen Austausch erhielten die kenianischen Politiker und Wirtschaftsvertreter eine Führung durch den Bayerischen Landtag und die Landeshauptstadt München. Dies nicht ohne Mehring zuvor mit landestypischen Insignien für seine Einladung zu danken (Foto) und ihn zum Gegenbesuch nach Nairobi einzuladen. „Ich komme gerne, aber nicht als Tourist sondern gemeinsam mit einem Mitglied der Staatsregierung und um konkrete Projekte vor Ort auf den Weg zu bringen“, sagte Mehring zu.