Foto: (c) Staatsministerium für Digtales

29.04.2024
Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring eröffnet das Rocketeer Festival in Augsburg: „Der Sound der Zukunft kommt aus Augsburg“

Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring hat das Rocketeer Festival in Augsburg eröffnet. In seiner Opening-Keynote auf der Hauptbühne betonte der Minister die Strahlkraft der Konferenz, die seit 2019 jedes Jahr tausende Vordenkerinnen und Vordenker in die schwäbische Hochburg zieht:

„Die Future Week und unser Rocketeer Festival sind gewaltige Festspiele der Zukunftsmacher im Herzen unserer Heimat. In diesen Tagen hat die Metropolregion Augsburg eindrucksvoll gezeigt: Der Sound der Zukunft kommt aus Augsburg. Am Lech gibt es eine großartige Heimat für High-Tech. Augsburg mausert sich zum Premium-Standort für die Zukunftstechnologien. Der Zukunftsmut und die Machermentalität der Pionierinnen und Pioniere der Digitalwelt weht unübersehbar durch die Fuggerstadt und es herrscht echte Aufbruchstimmung Richtung Zukunft! Jetzt gilt es, unsere Region zu einer Siegerin der KI-Revolution zu entwickeln und unseren innovativen Mittelstand sowie Schwabens Gründer und Startups als besonderen Trumpf bei der digitalen Transformation einsetzen. Für all das gibt das Rocketeer-Festival eine großartige Visitenkarte unserer Heimat ab.“

Im Hinblick auf das vitale Ökosystem in Bayerns Metropolen sieht Mehring den Freistaat sehr gut aufgestellt: „Wir ernten jetzt die Früchte unserer Hightech Agenda, die sich als echter Gamechanger erwiesen hat. 5,5 Milliarden in Zukunftstechnologien zu investieren und zwei Exzellenz-Universitäten von Weltrang sowie mehrere international profilierte Forschungsinstitute etabliert zu haben, hat sich nachhaltig rentiert. 100 KI-Professuren, die Gründung einer eigenen KI-Uni und unser KI-Produktionsnetzwerk in Augsburg werden ihre Wirkung auch in Zukunft nicht verfehlen.“

Mit Stolz blickt der Digitalminister schon jetzt auf die positive Dynamik der digitalen Märkte im Freistaat. „Wir haben einen echten Bayern-Turbo gezündet und der wirkt. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage wuchs der Marktanteil Bayerischer Startups im vergangenen Jahr auf 29 Prozent in Deutschland. Das zeigt: Nirgends in Deutschland wird nachhaltiger und erfolgreicher gegründet als bei uns in Bayern. Wir gehören zu den Top-Standorten für die Zukunftstechnologien in ganz Europa“, freut sich Mehring.

Bislang noch ungenutztes Potenzial sieht der Digitalminister bei der digitalen Transformation in Bayerns Regionen. „Ich bin davon überzeugt, dass in den zahllosen kleinen und mittleren Unternehmen in der Fläche Bayerns – und insbesondere hier im Raum Augsburg - ein gigantisches zusätzliches Potenzial im Hinblick auf die Zukunftstechnologien unserer Zeit schlummert, das wir dringend zum Leben erwecken sollten. Jetzt ist die Zeit, um uns schon heute die Spitzenplätze auf den Märkten von morgen zu erobern.“

Die Region Schwaben und insbesondere Augsburg sieht der Minister bei diesem Vorhaben in der Poleposition. „Augsburg steht heute exzellent in den Startlöchern und ist längst regionaler Startup-Hotspot. Unsere TH Augsburg mit ihrem Funkenwerk hat sich in diesem Jahr beim deutschlandweiten Startup-Ranking von Platz 18 auf Platz 1 hochgearbeitet. Ein weiterer Glanzpunkt ist das Digitale Zentrum Schwaben, das sich mit Standorten und Netzwerkaktivitäten in Augsburg und Kempten als wichtigste Plattform der digitalen Wirtschaft im Regierungsbezirk Schwaben etabliert hat. Stolz bin ich nicht zuletzt auch auf das KI-Produktionsnetzwerk Augsburg, das als Transmissionsriemen zwischen Forschung und Anwendung wirkt und Wissen rund um Künstliche Intelligenz in die Praxis bringt. Dafür fließen bis Ende 2025 rund 93 Millionen Euro von der Isar an den Lech“, so Minister Mehring.

Auf Initiative von Digitalminister Mehring nehmen in Neu-Ulm und Kempten dieser Tage zudem zwei neue KI-Regionalzentren ihren Dienst auf. Sie sind jeweils angedockt an die dortigen Hochschulen. Das Ziel: bei regionalen Unternehmen das Wissen und die Möglichkeiten von KI zu implementieren. Weitere Standorte für die neuen KI-Regionalzentren sind Nürnberg, Ingolstadt und Würzburg. Für das Projekt stehen rund neun Millionen Euro zur Verfügung. In einem ersten Schritt sollen bis 2025 rund 100 kleine und mittlere Unternehmen gefördert werden. Hintergrund, so Mehring: „Bis die neuste Expertise aus dem Hörsaal einer Münchner Exzellenz-Uni die Werkbank eines kleinen Betriebs im ländlichen Raum erreicht, dauert es derzeit noch viel zu lang. Angesichts der gewaltigen Entwicklungsdynamik der Digitalwirtschaft und ihrer kurzen Halbwertszeiten müssen wir das ändern. Je kürzer der Draht zwischen Spitzenforschung und Mittelstand ist, desto besser können wir die Chancen der digitalen Transformation für Bayerns Wirtschaft nutzen“, ist sich Mehring sicher.

Umso mehr versprühte Bayerns Digitalminister bei seinem Auftritt zur Eröffnung des Rocketeer-Festivals eine gehörige Portion Zukunftsoptimismus und warb für unternehmerischen Mut mitsamt anpackender Machermentalität: „Digitalisierung ist kein Beschaffungsvorgang, sondern ein Transformationsvorgang, der vor allem in den Köpfen der Menschen stattfindet. Bayern bringt alle Voraussetzungen mit, um dabei an der globalen Spitze mitzuspielen. Was wir jetzt brauchen, ist wieder weniger Bedenkenträgerei, Regulierung oder Bürokratie und mehr Fokus auf die Chancen. Etwas weniger German Angst und mehr bayerischen Mut. Wir waren einmal das Land des Wirtschaftswunders und der pragmatischen Macher – genau diese Mentalität brauchen wir jetzt wieder, um auf den Märkten der Zukunft erfolgreich zu sein“, ist Mehring sich sicher.