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10.06.2024
Minister Mehring in Gundelfingen: Schnelle und unkomplizierte Hilfe für Bayerns Vereine! / Nach Hochwasser nimmt Staatsminister auch Verbände und Nachbarvereine in die Pflicht

Zum Auftakt der Freiluftsaison hatte Bayerns Digitalminister Fabian Mehring noch selbst auf dem Tennisplatz des FC Gundelfingen aufgeschlagen. Auf dem mit viel ehrenamtlichem Einsatz frisch für die neue Saison hergerichteten Courts löste der Staatsminister sein Versprechen aus dem Vorjahr ein und bestritt ein Show-Match zur Saisoneröffnung. Nun lud der Verein den Minister erneut auf seine Sportanlage, um dem Kabinettsmitglied stellvertretend für viele Vereine in ganz Nordschwaben aus erster Hand zu zeigen, welche gigantische Zerstörung das Hochwasser im Sportbereich angerichtet hat.

Noch immer steht das Wasser gut einen Meter hoch auf den Tennisplätzen. Auch das Vereinsheim der Gundelfinger Tennisfreunde ist ein Raub der Flut geworden. Als Mehring zusammen mit Landrat Markus Müller und Bürgermeister Dieter Nägele ankommt, wischen die Mitglieder das Wasser aus den Räumen und bringen die kaputte Inneneinrichtung zum Sperrmüll. Ein ähnliches Bild eröffnet sich Minister, Landrat und Bürgermeister beim anschließenden Besuch der Fußballabteilung des FC Gundelfingen, wo ebenfalls mit Bagger und zahllosen ehrenamtlichen Helfern aufgeräumt wird.

Sichtlich betroffen vom Ausmaß der Schäden auf dem Gundelfinger Sportgelände, bedankte sich Minister Mehring bei den ehrenamtlichen Helfern und versucht unter Verweis auf die Beschlussfassung des Ministerrats vom Dienstag Mut zu machen: „Wir lassen als Staatsregierung niemanden in Bayern mit diesem Wahnsinn alleine. Gerade im Vereinsleben stecken zehntausende Stunden ehrenamtliche Arbeit und jede Menge Herzblut, das die Fluten mitgerissen haben. Umso schneller und unkomplizierter müssen auch unsere Vereine im Freistaat dabei unterstützt werden, nach der Hochwasserkatastrophe wieder auf die Beine zu kommen“, so Staatsminister Mehring.

Gemeinsam mit Landrat Müller und Bürgermeister Nägele erläuterte der Minister die hierzu kurzfristig geschaffenen Nothilfen sowie das zwischen Staatsregierung und Landessportverband abgestimmte Verfahren, das der Vereinswelt unbürokratisch und schnell beim Wiederaufbau von Sportanlagen helfen soll. „Wir haben das am Dienstag beschlossen und überweisen seit Donnerstag bereits die Gelder“, erläutert Mehring den Pragmatismus, mit dem die Staatsregierung den Betroffenen zur Seite stehen will.

Mit Blick auf den weiteren Verlauf der Tennissaison und die noch ausstehenden Relegationsspiele im Fußball nimmt Minister Mehring beim Ortstermin in Gundelfingen auch die Sportverbände und ihre Spielleiter

in die Pflicht und fordert pragmatische Lösungen mit Augenmaß ein: „Die Menschen in unserer Heimat pumpen in diesen Tagen ihre Keller leer und stehen teilweise vor den Scherben ihrer Existenz. Viele waren die ganze Woche über im Feuerwehreinsatz und haben kaum geschlafen. Die Leute in unserer Region haben jetzt wahrlich andere Sorgen als zu kicken oder den Tennisschläger zu schwingen“, so Mehring.

Diesen Eindruck aus Gundelfingen schilderte der Staatsminister anschließend auch persönlich den Präsidenten des Bayerischen Fußball- (BFV) und Tennisverbands (BTV) und warb für möglichst weitreichende Möglichkeiten zur Verlegung von Spielen, um einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen. „Der Schaden in den vom Hochwasser betroffenen Vereinen ist groß genug. Sie sollen nicht auch noch sportlich leiden und wegen der Flut Abstiege in Kauf nehmen müssen oder Aufstiege verpassen“, findet Mehring.

Minister Mehring, der selbst acht Jahre Vorsitzender eines Tennisvereins war, bittet im Zuge dessen auch andere Vereine um ihre Hilfe: „Wir müssen jetzt zusammenhalten und beispielsweise Ausweichmöglichkeiten für betroffene Teams auf benachbarten Anlagen freischaufeln, die verschont geblieben sind“, sagt der Minister und ist sich angesichts des großen Zusammenhalts der letzten Tage in seiner Heimat sicher, dass auch dies gemeinsam gelingen wird.