29.06.2020
50 Jahre Aschbergschule: Dr. Mehring lobt „Landschule mit Herz und Zukunft“

Holzheim: Weisinger Grund- und Mittelschule hatte hochrangigen politischen Besuch

Über hochrangigen Besuch aus der Politik durfte sich die Aschbergschule in Holzheim freuen. Auf Einladung des Schulverbandsvorsitzenden, Aislingens Bürgermeister Jürgen Kopriva, war mit Dr. Fabian Mehring der Parlamentarische Geschäftsführer der FW-Regierungsfraktion im Bayerischen Landtag gekommen. Im 50. Jubiläumsjahr der von den Gemeinden Holzheim, Glött und Aislingen gemeinsam getragenen Bildungseinrichtung wurde der Landespolitiker vor Ort von Vizelandrat Erhard Friegel, den beiden Bürgermeistern Simon Peter und Jürgen Kopriva sowie Rektor Stephan Wolk empfangen.

Bereits bei der Führung durch das Gebäude erläuterten die Verantwortlichen aus der Kommunalpolitik dem Parlamentarier die verschiedenen Sanierungsschritte, welche sie dem Schulgebäude im Verlauf der letzten Jahrzehnte angedeihen haben lassen und zeigten Dr. Mehring auch das modernisierte schuleigene Schwimmbad. „Man sieht auf den ersten Blick, dass die beteiligten Gemeinden ihre Hausaufgaben als Sachaufwandsträger über all die Jahre pflichtbewusst erledigt haben. Bei uns auf dem Land lässt man seine Schulen eben nicht verkommen“, lobte Mehring und verwies auf ganz andere Erfahrungen in manchem bayerischen Ballungszentrum.  

Insoweit als die FREIEN WÄHLER mit Staatsminister Prof. Dr. Piazolo zwischenzeitlich Bayerns Kultusminister stellen, interessierte sich der Parlamentarische Geschäftsführer freilich besonders für den pädagogischen Ansatz der Weisinger Schule und zeigte sich beeindruckt von den Erläuterungen des Schulleiters Stephan Wolk, dem er das Prädikat einer „Landschule mit Herz und Zukunft“ attestierte. Weil den örtlichen Entscheidungsträgern gleichwohl rückläufige Schülerzahlen Kopfzerbrechen bereiten, hatte Schulverbandschef Kopriva zudem Ruth Seyboldt (Schulleiterin der Grundschule Bächingen) und Georg Brenner (ehemaliger Schulleiter der Grund- und Mittelschule Höchstädt) für den Lehrerverband zu einem Austausch hinzugebeten um mit dem Vertreter der bayerischen Regierungskoalition über die Zukunft der Mittelschulen im ländlichen Raum zu diskutieren.

Dr. Mehring, der sich für die Aussprache viel Zeit nahm, plädierte im Zuge dessen eindringlich für einen gesellschaftlichen Imagewandel der Mittelschule. „Wir müssen damit aufhören den Erfolg unseres Bildungssystems alleine über die Zahl an Akademikern zu bemessen die es ausspuckt. Schließlich beneidet man uns auf der ganzen Welt um unser duales Ausbildungssystem und ein guter Handwerker hat angesichts des wachsenden Fachkräftemangels vielleicht bessere Chancen auf ein erfolgreiches Leben als mancher überzählige Akademiker“, so Mehring. Vor diesem Hintergrund warb der Parlamentarische Geschäftsführer auch für eine enge Verzahnung der Mittelschule mit der regionalen Wirtschaft. „Mittelschulen sind besonders attraktiv, wenn die heimischen Mittelständler nach der Abschlussfeier schon auf dem Schulhof warten, weil sie wissen dass dort gute Auszubildende herkommen“, so Mehring.

Dazu, wie die strukturellen Herausforderungen typischer Landschulen darüber hinaus gemeistert werden können, sagte Dr. Mehring zu mit den Beteiligten aus Holzheim im Gespräch zu bleiben. Seine vor Ort gemachte Ankündigung, dafür auch die Spitzenvertreter des Kultusministeriums zu sensibilisieren, hat der Heimatabgeordnete schon umgesetzt: „Staatssekretärin Anna Stolz hat mir zugesagt persönlich an die Aschbergschule zu kommen“, kündigt Mehring an. Wie Mehring zuletzt kann dann auch Stolz die Gelegenheit nutzen der Schule persönlich zu ihrem diesjährigen Jubiläum zu gratulieren, obgleich die offiziellen Feierlichkeiten hierzu ob der Coronakrise bislang ausbleiben mussten.