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15.05.2024
Unternehmen wollen auf künstliche Intelligenz setzen / Digitalminister Mehring nimmt Mittelständler in neues Förderprogramm auf

Zwei neue Transferzentren hat Bayerns Staatsminister für Digitales Dr. Fabian Mehring in der vergangenen Woche im Regierungsbezirk Schwaben eröffnet. In Marktoberdorf und Leipheim soll in Zusammenarbeit mit der Hochschule Kempten und der Hochschule Neu-Ulm das Wissen um die Chancen von Künstlicher Intelligenz für Bayerns Mittelstand nutzbar gemacht werden.  

Gerade in der Fläche der Freistaats sieht der Digitalminister großes bislang ungenutztes Potenzial: „Ich bin davon überzeugt, dass in den zahllosen kleinen und mittleren Unternehmen in den Regionen Bayerns ein gigantisches zusätzliches Potenzial im Hinblick auf die Zukunftstechnologien unserer Zeit schlummert, welches wir dringend zum Leben erwecken sollten. Jetzt ist die Zeit, um uns schon heute die Spitzenplätze auf den Märkten von morgen zu erobern“, so Mehring.

KI-Transfer Plus, ein europaweit einzigartiges Förderprogramm von Mehrings Ministerium, soll helfen, Zukunftstechnologien wie KI in die Fläche zu bringen: In Bayern hat Mehring dazu fünf neue KI-Regionalzentren geschaffen. Dort werden nun einhundert bayerische Mittelständler bei der Hand genommen und fit für das KI-Zeitalter gemacht. „Wir reden nicht nur über die Chancen von KI, sondern identifizieren zusammen mit Bayerns Mittelstand ganz konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Herzen von Unternehmen. Daraufhin entwickeln wir sogenannte „Usecases“ speziell für diese Firmen und setzen Künstliche Intelligenz im täglichen Geschäftsbetrieb ein, um die Firmen erfolgreicher und ihre Produkte besser zu machen“, erklärt Mehring.

Auf seiner Tour durch seinen Heimatregierungsbezirk Schwaben nahm der Minister gleich drei Unternehmen neu in sein Förderprogramm auf. So mischen nun unter anderem der Reiseanbieter Schwarzer aus Nördlingen, die Steuerberatungsgesellschaft SWMP aus Augsburg  und die Baufirma Reitenberger aus Laugna in Sachen Künstlicher Intelligenz mit. Die mittelständischen Unternehmen versprechen sich davon effizientere Prozesse, Verbesserungen im Vertrieb und bei der Beratung der Kunden sowie einen Mehrwert im Kampf gegen den allgegenwärtigen Fachkräftemangel.

Für das Projekt KI-Transfer Plus stellt Digitalminister Mehring knapp zehn Millionen Euro zur Verfügung. In einem ersten Schritt sollen bis 2025 rund 100 kleine und mittlere Unternehmen fit für KI gemacht werden. Hintergrund, so Mehring: „Bis die neuste Expertise aus dem Hörsaal einer Münchner Exzellenz-Uni die Werkbank eines kleinen Betriebs im ländlichen Raum erreicht, dauert es derzeit noch viel zu lang. Angesichts der gewaltigen Entwicklungsdynamik der Digitalwirtschaft und ihrer kurzen Halbwertszeiten müssen wir das ändern. Je kürzer der Draht zwischen Spitzenforschung und Mittelstand ist, desto besser können wir die Chancen der digitalen Transformation für Bayerns Wirtschaft nutzen“, ist sich Mehring sicher und freute sich besonders, unternehmerische Mitstreiter aus seiner eigenen Heimat für das Programm gewonnen zu haben.